Geschenkt, gekauft, erbeutet.
Ethnografische und naturkundliche Sammlungen aus Kamerun, die um 1900 entstanden, sind Teil der deutschen Kolonialgeschichte. Im Museum Wiesbaden spricht am 14. April 2026 um 18 Uhr die Ethnologin Isabella Bozsa über ihre Forschungen zur kolonialen Vergangenheit von Sammlungsobjekte «Museumssammlungen aus Kamerun als Medien der Erinnerung». Am Beispiel einer Sammlung am Städtischen Museum Braunschweig und dem Kolonialoffizier Kurt Strümpell (1872-1947) zeigt die Referentin auf, wie die Dinge mit der ehemaligen Kolonie Kamerun verbunden sind. Wieso ist ein Vogel aus Kamerun nach einem Kolonialoffizier benannt? Welche Bedeutung haben die Attribute eines früheren Herrschers aus Kamerun für die Nachfahren? Welche Erinnerungen lösen die Sammlungsgegenstände in Kamerun aus? Diesen Fragen ist sie gemeinsam mit Forschenden aus Kamerun nachgegangen. In ihrem Vortrag stellt sie Beispiele ihrer Forschung in Kamerun, Archive und im Museum vor.
Der Vortrag findet im Rahmen der Studienausstellung „Speerspitzen der Erinnerung“ statt. Diese ist noch bis zum 19. April 2026 im Museum Wiesbaden zu sehen ist. Eintritt zum Vortrag ist frei.